Input und Diskussion mit JOHANN BERGMANN (HB)
Der franquistische Militärputsch wurde in großen Teilen Spaniens im Juli 1936 niedergeschlagen. Damit begann auch die Soziale Revolution in den befreiten Gebieten. Es wird von der Begeisterung, von Erfolgen aber auch von Fehlern und Widersprüchlichkeiten berichtet.
Schwerpunkt sind praktische Versuche in der Sozialen Revolution, sich von Geld und Eigentum zu befreien. Diese fanden vor allem dezentral und vor allem in ländlichen Gebieten statt. Auch dabei gibt es Widersprüchlichkeiten und interne Kritiken.
Die Soziale Revolution verlor schon lange vor der Niederlage gegen Franco und seine faschistischen militärischen Bündnispartner, vor allem Deutschland und Italien, an Schwung. Verantwortlich dafür war wesentlich die stalinistische Politik. Die stalinistischen Parteien Spaniens waren Splitterparteien, bis sie mit der teuer bezahlten Waffenhilfe durch die UdSSR zu Macht kamen und die soziale Revolution sabotierten.
Es gibt ca. 35-40 Minuten Input und zwischendurch und am Ende Phasen für Diskussion, Anregungen und Kritik. Der Referent wünscht dass jede*, die möchte, zu Wort kommt und nicht Einzelne durch Ko-Referate allen anderen den Raum nehmen.
Johann Bergmann hat 2010 den kollektiven Prozess angeregt, aus dem das Buchprojekt „Befreiung vom Geld und Eigentum“ (Untertitel: … und warum das noch lange nicht reicht) entstanden ist.
Die Ausstellung und das Programm „Spanien ’36“ werden unterstützt von kunst- und kulturverein spedition e.V.
Veranstaltungsübersicht