Franziska Weygandt / work hard,play hard

CIAO Ausstellungscontainer

Eröffnung 6.2. / 19 Uhr

Er hustet in die Hand mit dem Geld, das er mir gleich gibt.
Mich berühren nur die Spitzen der Acryl-Nägel.
Das Geld fällt in meine Hand.
Meine Hand wühlt im fremden Geldbeutel.

Das Geld wird mir ohne zu schauen hingeschmissen.
Der genaue Betrag wird in meine Hand hineingezählt.
Meine Hand schwebt zu lange wartend.

Manche Scheine sind ganz steif.
Manche sind weich.
Auf einer 50ct-Münze ist das Brandenburger Tor durchgestrichen. Einem Schein fehlt eine Ecke.
Einer ist geklebt.
Eine Münze sieht aus wie vom Zug überfahren.
Eine ist ganz angelaufen.
Eine Münze ist ein Sloti, eine andere noch ein Pfennig.

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Zwischen Supermarktkasse und Ausstellungsraum, Bon-Drucker und Burnout, Einkaufskorb und Empathie erschafft Franziska Weygandt mit work hard, play hard eine fragile, widerständige Welt. Ihre Arbeiten entstehen irgendwo zwischen Kunsthochschule und Schichtdienst, zwischen Erschöpfung und Heilung. Sie erzählen von einem Leben im Dazwischen, das sich einer eindeutigen Verortung entzieht. Die Ausstellung ist ein ebenso ernstes wie verspieltes Plädoyer für Sichtbarkeit: Für Körper, für Gemeinschaft, für Arbeit, für Klassismus-Erfahrungen.

(Auszug Ausstellungstext von Karina Chernenko, @kunstundkaviar_ks)

contact@franziskaweygandt.com

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