Ein Projekt über die Sichtbarkeit von FLINTA
Stationen: Rhein-Maas-Delta - Main - Donau - Weser
Zeitraum: März–September 2026
Mitwirkende
Julia Blawert · Silvia Nwadiuto Chike · Aline Plötz · Donghee Nam · Christine Pavlic ·
D.O.C.H. Kollektiv (Katharina Dacrés, Julia Dambuk, Karin Demuth, Carolin Klapp, Lucia Mendel)
https://ochdoch.com/ms-doch-residency-2026/
Die maritime Welt, vom Wasser her erzählt.
Die maritime Welt erzählt sich bis heute vor allem aus männlichen Perspektiven: Häfen als Machtzentren, Seewege als Handels- und Kriegsrouten, Schiffe als Orte von Expansion und Kontrolle.
In diesen Geschichten tauchen FLINTA* oft nur am Rand auf. Als Glücks- und Sehnsuchtssymbol werden sie objektiviert, jedoch selten als handelnde Subjekte wahrgenommen. Dabei waren und sind FLINTA* immer aktiv agierender Teil der Seefahrt und des Handels.
Das Projekt MS D.O.C.H. Residency 2026 setzt genau dort an: Es verschiebt den Blick auf diejenigen, die politisch, historisch und gegenwärtig oft übersehen werden. Wasser wird dabei nicht nur als Durchgangsraum verstanden, sondern als Ort, der geprägt ist von Körpern, Arbeit, Wissen und Machtverhältnissen - und der zugleich zugunsten feministischer* Sichtbarkeit veränderbar ist.
Im Zentrum steht die MS D.O.CH, das schwimmende Atelier des D.O.CH Kollektivs aus Bremen. Das elf Meter lange Stahlschiff wird zu einem mobilen Arbeits- und Denkraum, auf dem Künstlerinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Kapitäninnen zusammenkommen.
Hier entstehen Gespräche, künstlerische Arbeiten und gemeinsame Recherchen. Direkt auf dem Wasser.