MEGALOPHONIA
Am Do., 05.03.2026, 17-17.15 Uhr
auf dem Bremer Marktplatz
Vier Fenster, vier Stimmen, viele Generationen: MEGALOPHONIA macht emanzipatorische Bewegungen und Frauennetzwerke der letzten 150 Jahre erlebbar. Aus Manifesten und feministischen Streitschriften entsteht ein Gewebe aus Erfahrungen, Forderungen, Resonanzen und Widersprüchen. Wo stehen Frauen* heute in der Kakophonie der Kämpfe um Selbstbestimmung?
Aktion zum Weltfrauen*tag 2026 & 100 Jahre GEDOK
Konzept & Künstlerische Leitung: Elianna Renner
Komplizinnen: Bianca Hein, Çiçek Koç, Ela Fischer, Gabriella Guilfoil
Schirmfrau: Bettina Wilhelm, Landesbeauftragte für Frauen, Bremen
im Anschluss an die Performance findet der Senatsempfang der Senatorin für Frauen (SGFV) und des Landesfrauenrats im Rathaus (mit Anmeldung, Informationen folgen) statt.
Weitere Informationen:
Zum 100-jährigen Bestehen des Künstlerinnen-Netzwerks GEDOK greift Elianna Renner mit ihrer Arbeit Megalophonia die Forderungen nach Selbstbestimmung sowie nach Frauen- und Menschenrechten auf. Daraus entwickelt sie eine künstlerische Untersuchung, die sich bewusst dem Dialog widmet und sich in ihrer Vielstimmigkeit auch dem Widerspruch öffnet.
Ausgehend von einer Recherche feministischer Manifeste, Streitschriften und theoretischer Texte – einhundert Zitate aus unterschiedlichen Zeiten, Regionen und Kontexten – entsteht in Megalophonia eine vielschichtige performative Text- und Soundcollage. Elianna Renner fügt die Zitate zu einem neuen Textkörper zusammen. Der Ausgangspunkt liegt in einer Zeit, in der Frauen strukturell vom Austausch ausgeschlossen waren. Im deutschen Kaiserreich untersagte §8 des preußischen Vereins- und Versammlungsrechts von 1850 bis 1908 Frauen die Gründung von Vereinen und die politische Versammlung.